Effektive Reinigung von Mehrschicht-Folienblasköpfen

Je komplexer und größer der Blaskopf, umso teurer der Ausfall: SCHWING präsentiert neues Reinigungssystem VACUCLEAN 1713 für Blasköpfe bis zu 1,60 Metern Durchmesser

Neukirchen-Vluyn, 22.09.2015 (TP) – Folienblasköpfe werden aus Anwendungsgründen immer komplexer. Mehrschichtfolien sind dimensionsstabiler, punktionsfester und widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit, Gasen, Hitze und anderen äußeren Einflüssen. Aus diesem Grunde sind Mehrschicht-Blasköpfe mit 7, 9 oder 11 Schichten für unterschiedliche Kunststoffe keine Seltenheit mehr.

Doch wehe, die Produktionsanlage steht plötzlich still oder der Blaskopf muss präventiv gereinigt werden. Der damit verbundene Produktionsausfall plus, der Ausschuss beim Wiederanfahren der Anlage können Nutzungsgrad und Produktivität dieser kapitalintensiven Investition gut und gerne um 8-10 Prozent pro Jahr nach unten ziehen. Ganz zu schweigen von den Folgen einer nicht ausreichenden Reinigungsqualität in Form von Kohlenstoffrückständen und mangelhafter Oberflächenglätte im Werkzeug selbst, wie sie bei der Reinigung von Hand, mit Chemie oder in einfachen Ausbrennöfen an der Tagesordnung sind. Hier stellt sich nun die Frage nach den Vor- und Nachteilen der in Frage kommenden Reinigungsverfahren im Hinblick auf:

  • die Reinigungszeit beziehungsweise Dauer des Produktionsausfalls
  • die Reinigungsqualität insbesondere ohne Kohlenstoffrückstände,
  • die Produktqualität und Ausschuss-Minimierung beim Wiederanfahren der Produktionsanlage,
  • die Reinigungsintervalle aufgrund einwandfreier Oberflächenglätte der gereinigten Werkzeuge,
  • die Sicherheit der Reinigung bezüglich Verzugsfreiheit und damit letztendlich auf,
  • die Lebensdauer der Beschichtungen beziehungsweise die Standzeit des Blaskopfes.
Konventionelle Blaskopf-Reinigung: Ein echter Kostenfaktor

Hersteller von Mehrschicht-Blasfolienanlagen wie Kuhne oder W&H empfehlen in der Regel eine (halb-) jährliche Reinigung der Blasköpfe, was von vielen Kunden jedoch aufgrund des damit verbundenen Aufwandes und Produktionsausfalls tunlichst vermieden wird. In der Folge werden möglichst immer die gleichen Materialien gefahren und die Anlagen zwischendurch ca. zwei Tage lang mit Polypropylen gespült.

Muss die Blasfolienanlage dennoch einmal angehalten und der Blaskopf gereinigt werden, fallen bei der eigentlichen Reinigung des Blaskopfes je nach dessen Größe und Komplexität 100 bis 250 Personenstunden an. Hinzu kommen etwa jeweils zwei Tage für die Demontage, Prüfung und Re-Montage der Düse, da ja jede Schicht des Blaskopfes einzeln gereinigt, demontiert und montiert werden muss.

Neben den bekannten Nachteilen der manuellen Reinigung – Beschädigungen durch Kratzer oder Materialverzug, geringe Oberflächenglätte und allenfalls ausreichende Sauberkeit der Werkzeuge – kann hier schnell ein Produktionsausfall von mehreren Tagen ins Gewicht fallen. Das ist bei einer Blasfolien-Produktionsanlage, deren Anschaffung mehrere Millionen Euro kostet, ein erheblicher Produktionsausfall und Kostenfaktor!

VACUCLEAN 1713, das optimale Reinigungssystem für komplexe Folienblasköpfe

Bei der thermischen Reinigung mit dem neuen System VACUCLEAN 1713 von SCHWING wird der komplette Multilayer-Blaskopf in die Reinigungsanlage eingefahren. Die VACUCLEAN 1713, dass größte System der SCHWING VACUCLEAN Anlagen, reinigt Blasköpfe mit einem Durchmesser bis 1,60 Meter und einem Gewicht bis zu 12,5 Tonnen auf schonende, aber effektive Weise, indem überschüssiger Kunststoff im Inneren des Blaskopfes zunächst unter Vakuum abgeschmolzen wird. In einer zweiten Reinigungsphase wird der verbliebene, noch anhaftende Kunststoff erhitzt und in einem vollautomatisch kontrollierten und elektronisch dokumentierten Pyrolyseprozess zersetzt. In der dritten Reinigungsphase wird unter sukzessiver Zugabe von Sauerstoff sichergestellt, dass keine Kohlenstoffrückstände im Blaskopf bleiben. Bei dieser hochwirksamen Reinigungsmethode, die maximal etwa 30 Stunden dauert, kann ein Mehrschicht-Blaskopf abhängig vom Hersteller, entweder montiert oder demontiert einfach gereinigt werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Reinigungsmethoden ist die Reinigung eines großen Mehrschicht-Blaskopfes in einer VACUCLEAN 1713 mit nur ein bis zwei Tagen für die Reinigung zu kalkulieren, wodurch sich die Kosten durch Anlagenstillstand und Produktionsausfall erheblich reduzieren. Kleinere Blasköpfe und Maschinenteile können sogar in nur einem Arbeitstag gereinigt werden.

Maximale Produktivität der Blasfolienanlage

Aufgrund der relativ kurzen Reinigungszeiten in SCHWING-Systemen gehen immer mehr Blasfolienhersteller dazu über, ihre Produktionswerkzeuge regelmäßig präventiv zu reinigen, um die Produktivität ihrer Anlagen sowie eine gleichbleibende Folienqualität zu gewährleisten.