SCHWING Technologies: Partielle Wärmebehandlung von Walzen, Extruderschnecken und Räumwerkzeugen

Schnelle und kostengünstige Wirbelbett-Technik sichert Werkzeugqualität

 

Walzen, Extruderschnecken oder Räumwerkzeuge: Sie alle zeichnen sich durch unterschiedlichste Beanspruchungsbereiche mit sehr spezifischen mechanischen Eigenschaften aus. Um die gewünschten Merkmale individuell einstellen zu können, müssen die entsprechenden Bereiche separat angelassen werden. So etwa jene Werkzeugflächen, die zur Kraftübertragung dienen. Sie sind zum Beispiel größeren Torsionskräften und hoch dynamischen Beanspruchungen ausgesetzt und benötigen eine besondere Zähigkeit. Durch intensivere Verschleißbelastungen fordern andere Arbeitsflächen eine höhere Festigkeit ein. Um die exakt richtigen Eigenschaften gezielt, sicher und umweltfreundlich einstellen zu können, ist eine ausgefeilte Technologie gefragt. „Genau das bieten unsere Wirbelbett-Anlagen“, erklärt Wärmebehandlungs-Experte Andreas Guderjahn von SCHWING Technologies. „Hohe Temperaturgleichförmigkeit sind ihre besonderen Vorteile. Zudem bieten sie beste Wärmeübertragungseigenschaften und zeichnen sich durch besonders homogene Wärmeverteilung aus.“ Sowohl Walzen, Extruderschnecken oder auch Räumwerkzeuge können problemlos mit dem anzulassenden Zapfen oder Schaft des Werkzeugs ins Wirbelbett eingetaucht werden. Die Anlagen von SCHWING sichern dabei gleichbleibende Qualität. Weitere Vorteile für Kunden sind die kurzen Prozesszeiten und die flexiblen Chargiermöglichkeiten. Anders als etwa beim Induktionsverfahren, bei dem individuelle Spulen verwendet werden müssen, können in ein und demselben Wirbelbett Teile unterschiedlicher Form und Abmessung wärmebehandelt werden. Hier garantieren die SCHWING-Systeme höchste Temperaturgenauigkeit für alle relevanten Arbeitsbereiche und die Reproduzierbarkeit jedes einzelnen Prozesses.

Partielle Wärmebehandlung von Walzen

Davon profitiert auch die in Lüdenscheid ansässige SSC Werkstofftechnik GmbH. Seit mehreren Jahren arbeitet das Unternehmen mit Wirbelbett-Anlagen von SCHWING. Dirk Pritschke ist Geschäftsführer der SSC und schätzt an der Wärmebehandlung im Wirbelbett vor allem, dass er die Walzen seiner Kunden innerhalb kürzester Zeit bei der gewünschten Temperatur partiell anlassen kann. „Für uns ist wichtig, dass die Qualität stimmt und dass wir als Dienstleister schnell und präzise arbeiten und flexibel reagieren können“, betont Pritschke. „Deshalb sind wir nach wie vor von der Wirbelbett-Technologie von SCHWING überzeugt.“ Die Anlagen werden indirekt über Elektroheizungen beheizt und sind über einen großen Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 1050 Grad Celsius einsetzbar. Feinkörniges Aluminiumoxid wird mit Druckluft oder einem anderen Gas in einer Prozesskammer fluidisiert, sodass die so entstehende Wirbelschicht nicht nur hoch wärmeleitfähig ist, sondern aufgrund ihrer Masse auch über eine besondere Wärmekapazität verfügt. „Die Walzen lassen sich ganz unkompliziert in das Wirbelbett eintauchen. Wir können sie dann sehr präzise mit der gewünschten Temperatur behandeln. Der Prozess ist schnell durchführbar und die Ergebnisse sind jederzeit reproduzierbar“, weiß Pritschke. Weitere Vorteile sind die Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit der platzsparenden Anlagen. Zudem sind sie sicherer als Salzbäder und bergen keinerlei gesundheitliche Risiken.

 

Foto: Andreas Guderjahn, Experte für Wärmebehandlung bei SCHWING Technologies
Foto: Dirk Pritschke, Geschäftsführer der SSC Werkstofftechnik GmbH Bildnachweis: SSC Werkstofftechnik GmbH