Virgilio Perez Guembe
Vertriebsgebiet: Süd- & Mittel-Amerika, Europa, Asien
Sehr kurze Reinigungszeiten durch intensiven Wärmeübergang – auch bei halogenierten Polymeren.
INNOVACLEAN ist das elektrisch beheizte Wirbelschichtsystem der SCHWING Technologies GmbH (Neukirchen-Vluyn) zur thermischen Reinigung geeigneter, hitzebeständiger Metallteile im fluidisierten THERMCLEAN-Quarzsand. Der intensive Wärme- und Stofftransport im Wirbelbett ermöglicht sehr kurze Reinigungszyklen.
Gleichzeitig werden entstehende Zersetzungsprodukte unmittelbar aus der Reinigungszone abgeführt und einer abgestimmten Abgasbehandlung zugeführt. Dadurch können auch halogenierte Polymere wie PVC, PTFE und PVDF kontrolliert entfernt werden.
Lassen Sie Ihre Reinigungsaufgabe technisch einordnen. SCHWING prüft Bauteil, Rückstand, Polymer, Geometrie und Reinigungsziel – bei Bedarf mit Testreinigung und anschließender individueller Anlagenauslegung.
Merkmal | Einordnung |
|---|---|
System | INNOVACLEAN |
Systemtyp | elektrisch beheiztes Wirbelschicht-Reinigungssystem; thermische Nachverbrennung gasbeheizt |
Hersteller | SCHWING Technologies GmbH (Neukirchen-Vluyn, Deutschland) |
Verfahren | Thermische Zersetzung im fluidisierten THERMCLEAN-Quarzsand |
Reinigungsziel | Entfernung organischer Kunststoff- und Polymeranhaftungen von hitzebeständigen Metallteilen |
Typische Reinigungszeit | Etwa 1 bis 4 Stunden, abhängig von Bauteil, Polymer und Beladung |
Prozesstemperatur | Polymerabhängig typischerweise etwa 450 bis 520 °C |
Typische Bauteile | Spinndüsen, Spinnpakete, Lochplatten, Granulierwerkzeuge, Profilwerkzeuge, Heißkanalkomponenten, statische Mischer |
Typische Polymere | Standardkunststoffe, technische Polymere und Hochtemperaturpolymere; halogenierte Polymere bei entsprechend ausgelegter Abgasbehandlung |
Besondere Stärke | Sehr schneller Wärmeübergang und kontrollierte Entfernung halogenhaltiger Polymeranhaftungen |
Abgasbehandlung | Integrierter oder separater thermischer Nachbrenner; bei Bedarf zusätzliche Abgaswäsche |
Nachbehandlung | Entfernung von Sand und anorganischen Reststoffen mit Druckluft, Wasserhochdruck oder Ultraschall |
Technische Grenzen | Werkstoff, Geometrie, Oberfläche, Sandzugänglichkeit und Halogengehalt sind anwendungsbezogen zu prüfen |
INNOVACLEAN ist für geeignete, temperaturbeständige Metallteile vorgesehen, bei denen der intensive Wärmeübergang des Wirbelschichtverfahrens und die schnelle Entfernung der Zersetzungsprodukte technisch vorteilhaft sind.
Typische Einsatzbereiche sind die Faser- und Vliesstoffproduktion, Polymerherstellung, Masterbatch-Produktion, Extrusion und Spritzguss. Zu reinigende Teile und Werkzeuge sind insbesondere Spinndüsen, zusammengebaute Spinnpakete, Profil- und Granulierwerkzeuge, Lochplatten, Heißkanäle, Schnecken und Schneckenelemente:



INNOVACLEAN arbeitet mit einem indirekt elektrisch beheizten Wirbelschichtsystem. Ein Heißluftstrom versetzt den THERMCLEAN-Sand im Reinigungsbehälter in einen fluidisierten Zustand. Das erhitzte Prozessmedium umströmt die eingebrachten Metallteile und überträgt die Wärme schnell und gleichmäßig. Kunststoff-, Polymer- und andere organische Anhaftungen werden dadurch thermisch zersetzt.
Die entstehenden gasförmigen Reaktionsprodukte werden kontinuierlich von den Bauteiloberflächen weg und aus dem Wirbelbett abgeführt. Dies ist besonders bei halogenierten Polymeren relevant: Aggressive oder korrosive Zersetzungsprodukte können nicht über längere Zeit auf das Reinigungsgut einwirken. Die Prozessgase werden anschließend thermisch behandelt und bei Bedarf in einem Abgaswäscher neutralisiert.
Die Metallteile werden in einem abgestimmten Korb oder Gestell aufgenommen und in das aufgeheizte Wirbelbett eingebracht.
Der fluidisierte THERMCLEAN-Sand überträgt die Wärme intensiv auf die zugänglichen Bauteilflächen. Die anhaftenden Kunststoffe, Polymere und anderen organischen Rückstände werden zersetzt.
Die gasförmigen Zersetzungsprodukte werden mit dem Prozessgas aus der Reinigungszone abgeführt und im Nachbrenner behandelt. Bei halogenhaltigen Rückständen kann zusätzlich ein Abgaswäscher eingesetzt werden.
Nach dem Reinigungsprozess werden die Bauteile entnommen. THERMCLEAN-Sand und verbliebene anorganische Rückstände werden mit einem auf Bauteilgeometrie und Reinheitsanforderung abgestimmten Verfahren entfernt.
Der intensive Wärmeübergang im INNOVACLEAN-Wirbelbett ermöglicht bei typischen Anwendungen Reinigungszyklen von etwa einer bis vier Stunden.
Mit entsprechend ausgelegter Abgasbehandlung können auch PVC, PTFE, PVDF und andere halogenhaltige Polymeranhaftungen kontrolliert entfernt werden.
Der fluidisierte THERMCLEAN-Sand umströmt geeignete Bauteile und ermöglicht einen schnellen, weitgehend gleichmäßigen Wärme- und Stofftransport.
Gasförmige Reaktionsprodukte werden unmittelbar von den Bauteiloberflächen weg und aus dem Wirbelbett transportiert.
Definierte Temperaturen, Fluidisierung und Prozesszeiten ermöglichen wiederholbare INNOVACLEAN-Reinigungszyklen.
INNOVACLEAN-Modell, Reinigungsbehälter, Beschickung, Abgasbehandlung und Nachbehandlung werden auf Bauteile und Rückstände abgestimmt.
INNOVACLEAN ist als Systemfamilie in unterschiedlichen Baugrößen und Ausstattungsvarianten verfügbar. Die Auswahl richtet sich nicht allein nach den äußeren Bauteilabmessungen, sondern ebenso nach Bauteilgewicht, Polymermenge, Reinigungsfrequenz, Halogengehalt und erforderlicher Abgasbehandlung.
Der INNOVACLEAN-Folder enthält Informationen zum Funktionsprinzip, zu typischen Bauteilen, Polymergruppen, Zubehör und verfügbaren Baugrößen.
Download: INNOVACLEAN-Broschüre (englisch)
Format: PDF
Inhalt: Wirbelschicht-Reinigung, typische Bauteile, Modellübersicht, Zubehör, Polymere und technische Daten
Polymergruppe | Beispiele |
|---|---|
Halogenierte Polymere | PVC, PTFE, PVDF |
Polyolefine | PE, HDPE, PP, EVA, EVOH |
Polyester | PET, PBT, PC, PTT, PEN |
Polyamide | PA6, PA6.6, PA12, PPA |
Hochtemperaturpolymere | PEEK, PEK, PPS, PSU, PES |
Styrolpolymere | PS, ABS, SAN, SBS |
Polyurethane und Elastomere | PUR, TPU, TPO |
Weitere organische Anhaftungen | Harze und vergleichbare organische Rückstände |
Prüfkriterium | Relevanz |
|---|---|
Temperaturbeständigkeit | Metall, Beschichtungen, Lötstellen und Einbauten müssen die Prozessbedingungen vertragen |
Oberflächenanforderung | Empfindliche, weiche oder hochpolierte Oberflächen sind gesondert zu bewerten |
Hohlräume und Sacklöcher | Eingedrungener THERMCLEAN-Sand muss vollständig entfernbar sein |
Mikrobohrungen | Sehr feine oder empfindliche Strukturen können ein anderes Verfahren erfordern |
Bauteileinbauten | Dichtungen, Kabel, Sensoren und nicht hitzebeständige Komponenten müssen entfernt werden |
Polymerart und Polymermenge | Bestimmung der Reinigungsparameter, organischen Belastung sowie der erforderlichen Dimensionierung der Nachverbrennung und ggf. der Abgaswäsche |
Halogengehalt | Art und Menge der Halogene bestimmen die Auslegung der Abgasbehandlung und Neutralisation |
Reinheitsanforderung | Nachbehandlung und Qualitätsprüfung sind anwendungsbezogen festzulegen |
Eine belastbare INNOVACLEAN-Auslegung setzt die gemeinsame Betrachtung von Reinigungsgut, Polymer, Polymermenge, Halogengehalt, Reinigungsfrequenz und gefordertem Ergebnis voraus. Daraus ergeben sich Anlagenbaugröße, Beschickung, Prozessparameter, organische Belastbarkeit, Abgasbehandlung und Nachbehandlung.
INNOVACLEAN ist eine elektrisch beheizte Wirbelschicht-Reinigungsanlage von SCHWING. Sie entfernt Kunststoff- und Polymeranhaftungen von geeigneten hitzebeständigen Metallteilen durch thermische Zersetzung im fluidisierten THERMCLEAN-Quarzsand.
Prozessgas strömt von unten durch den THERMCLEAN-Sand und versetzt ihn in einen fluidisierten Zustand. Der bewegte Sand umströmt das Reinigungsgut und überträgt die Wärme intensiv. Die Polymeranhaftungen werden thermisch zersetzt und die entstehenden Gase aus der Reinigungszone abgeführt.
Die bei der Zersetzung entstehenden aggressiven Reaktionsprodukte werden unmittelbar aus der Umgebung des Reinigungsguts entfernt. Eine auf den Polymermix abgestimmte Abgasbehandlung bindet beziehungsweise neutralisiert die halogenhaltigen Bestandteile.
Typische Bauteile sind Spinndüsen, zusammengebaute Spinnpakete, Lochplatten, Granulierwerkzeuge, Profilwerkzeuge, kleinere Heißkanalkomponenten, statische Mischer und weitere robuste Metallteile. Die Eignung muss für das konkrete Bauteil geprüft werden.
Je nach Polymer und Bauteil können THERMCLEAN-Sand, Pigmente, Glasfasern oder andere anorganische Bestandteile verbleiben. Diese werden beispielsweise mit Druckluft, Wasserhochdruck oder Ultraschall entfernt.
Die Wirbelschicht von INNOVACLEAN wird elektrisch beheizt. Für die thermische Nachverbrennung der entstehenden Prozessgase wird bei den entsprechenden Anlagenkonfigurationen zusätzlich Gas benötigt. Bei halogenhaltigen Polymeren kann darüber hinaus eine Abgaswäsche erforderlich sein.
Benötigt werden insbesondere Bauteilart, Werkstoff, Abmessungen, Gewicht, Geometrie, Polymerart und Polymermenge, Additive und Halogengehalt, Reinigungsfrequenz, erforderliche Reinheit sowie Fotos oder Zeichnungen. Polymerart und -menge sind außerdem relevant für die Auslegung der Prozessparameter und der erforderlichen Abgasbehandlung.
Für Bauteile mit sehr feinen Kapillaren, Mikrobohrungen oder anderen Strukturen, aus denen eingedrungener THERMCLEAN-Sand nicht sicher vollständig entfernt werden kann, ist VACUCLEAN in der Regel die geeignetere Wahl. Für große, schwere oder voluminöse Bauteile mit halogenfreien Rückständen eignet sich MAXICLEAN besser. INNOVACLEAN selbst ist die schnellere Lösung für geeignete, hitzebeständige Bauteile mit kurzen Zykluszeiten – auch bei halogenhaltigen Polymeren.
Ob Reinigungsservice, Versuchsreinigung oder eigene Anlage:
SCHWING unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten thermischen Reinigungsverfahrens für Ihre Bauteile, Polymere und Produktionsanforderungen.
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