Thermische Entlackung & Entschichtung von Metallteilen

Lacke, Harze, organische Beschichtungen und hartnäckige Produktionsrückstände kontrolliert von temperaturbeständigen Metallteilen entfernen.

Beschichtungen und organische Anhaftungen auf Metallteilen müssen bei Wartung, Wiederaufarbeitung, Fehlbeschichtungen oder wiederkehrenden Produktionsprozessen zuverlässig entfernt werden. Typische Anwendungen reichen von Lackiergehängen, Haken und Gestellen über Komponenten von Elektromotoren und Generatoren bis zu geeigneten Metallteilen aus der Lebensmittelindustrie.

Die thermische Reinigung zersetzt organische Beschichtungen und Rückstände durch kontrollierte Temperatureinwirkung. Welches Verfahren geeignet ist, hängt insbesondere von Bauteil, Werkstoff, Beschichtung beziehungsweise Rückstand und dem gewünschten Reinigungsergebnis ab.

  • Anwendung: thermische Entfernung organischer Beschichtungen, Anhaftungen und Produktionsrückstände von geeigneten Metallteilen
  • Typische Bauteile: Lackiergehänge, Haken, Gestelle, Statoren, Rotoren und weitere Komponenten von Elektromotoren und Generatoren sowie geeignete Metallkomponenten aus industriellen Produktionsprozessen
  • Typische Rückstände: Lacke, Harze, organische Beschichtungen sowie eingebrannte oder verkrustete Produktionsrückstände
  • Reinigungsziel: Bauteile von organischen Rückständen befreien und für Wiederverwendung, Neubeschichtung oder erneuten Produktionseinsatz vorbereiten
  • Branchen: Lackier- und Beschichtungstechnik, industrielle Instandsetzung und Recycling sowie Elektromotoren- und Generatorentechnik.
    Weitere Anwendungen: geeignete Metallteile aus der Lebensmittelindustrie, insbesondere aus der Backwaren- und Süßwarenproduktion

Lacke, Harze und andere organische Rückstände können sich im laufenden Produktionsprozess auf Metallteilen aufbauen oder fest einbrennen. Mit zunehmender Belastung können Funktion, Weiterverwendung oder eine erneute Beschichtung der Bauteile beeinträchtigt werden. Durch die thermische Reinigung werden geeignete Metallteile für die Wiederverwendung, Neubeschichtung, Instandsetzung oder weitere Bearbeitung vorbereitet.

Schichtaufbau auf Lackiergehängen und Werkstückträgern

Bei wiederholt eingesetzten Haken, Gestellen und Lackiergehängen entstehen mit jedem Beschichtungsprozess zusätzliche Lackschichten. Der zunehmende Schichtaufbau kann Konturen, Kontaktstellen und die weitere Nutzung der Bauteile beeinträchtigen.

Harz- und Isolationsschichten bei Elektromotoren und Generatoren

Bei der Aufarbeitung von Elektromotoren, Generatoren, Statoren oder Rotoren müssen Harze, Lacke und andere organische Isolationsmaterialien entfernt werden, bevor Komponenten weiterbearbeitet, neu gewickelt oder Werkstoffe zurückgewonnen werden können. Die thermische Entschichtung bereitet die metallischen Bauteile für diese nachfolgenden Arbeitsschritte vor.

Weitere organische Anhaftungen aus der Lebensmittelproduktion

Auf geeigneten Metallteilen aus der Backwaren- und Süßwarenproduktion können sich Fette, Zucker, Teigbestandteile oder andere organische Produktionsrückstände festsetzen und durch wiederholte Temperatureinwirkung zunehmend verkrusten oder einbrennen.

Die thermische Reinigung eignet sich für zahlreiche temperaturbeständige Metallteile mit organischen Beschichtungen oder hartnäckigen Anhaftungen. Entscheidend sind Werkstoff, Geometrie, Beschichtung beziehungsweise Rückstand und die zulässige thermische Belastung.

Bauteil/Komponente

Typische Reinigungsaufgabe

Besondere Anforderung

Lackiergehänge, Haken und Gestelle

Lacke, Pulverlacke und andere organische Beschichtungen entfernen

Geometrie, Werkstoff und wiederholte thermische Belastung berücksichtigen

Elektromotoren und Generatoren

Harze, Lacke, Isolationsmaterialien und weitere organische Anhaftungen entfernen

Aufbau, Werkstoffe und weitere Bearbeitungsschritte berücksichtigen

Statoren und Rotoren

Harz- und Lackschichten von Wicklungen und metallischen Komponenten entfernen

thermische Belastbarkeit und Anforderungen an Instandsetzung oder Recycling beachten

Metallteile aus der Backwaren- und Süßwarenproduktion

eingebrannte, verkrustete oder stark anhaftende organische Produktionsrückstände entfernen

Werkstoff, Geometrie und hygienische Anforderungen des Folgeprozesses berücksichtigen

Weitere beschichtete oder organisch belastete Metallteile können abhängig von Werkstoff, Aufbau und thermischer Belastbarkeit ebenfalls geprüft werden.

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Die thermische Reinigung eignet sich für zahlreiche organische Beschichtungen und Anhaftungen auf temperaturbeständigen Metallteilen. Art und Menge des Rückstands beeinflussen die erforderliche Prozessführung und gegebenenfalls die anschließende Nachbehandlung.

Hinweis: Anorganische Bestandteile oder Rückstände werden durch die thermische Zersetzung nicht zwangsläufig entfernt und können bei Bedarf eine ergänzende Nachbehandlung erfordern.

Rückstandsgruppe

Beispiele

Für die Bewertung relevant

Lacke und organische Beschichtungen

Lackschichten, Fehlbeschichtungen, mehrfache Beschichtungsaufbauten

Beschichtungsart, Schichtdicke und Bauteilwerkstoff

Harze und Isolationsbeschichtungen

Harze und Lacke an Elektromotoren, Generatoren, Statoren und Rotoren

Bauteilaufbau, Werkstoffe und Ziel der Aufarbeitung

Gummi und elastomere Rückstände

Gummischichten und vergleichbare organische Anhaftungen

Zusammensetzung und Rückstandsmenge

Lebensmittelrückstände

eingebrannte oder verkrustete Rückstände aus Backwaren- und Süßwarenproduktion

Art und Menge der organischen Anhaftungen

Fette und weitere organische Rückstände

Fette und produktionsbedingte organische Ablagerungen

Zusammensetzung, Bauteil und gewünschtes Reinigungsergebnis

Für die Entlackung, Entschichtung und Entfernung hartnäckiger organischer Rückstände kommen insbesondere thermische Pyrolyseverfahren infrage. Entscheidend sind Bauteil, Werkstoff, Art und Menge der Beschichtung sowie die zulässige thermische Belastung.

Pyrolyse für Entlackung und Entschichtung

In einem kontrollierten thermischen Prozess werden Lacke, Harze und andere organische Beschichtungen zersetzt und anschließend oxidiert. Prozessführung, Temperatur und Abgasbehandlung werden auf die jeweilige Reinigungsaufgabe abgestimmt.

MAXICLEAN für große und robuste Bauteile

MAXICLEAN eignet sich insbesondere für größere temperaturbeständige Metallteile mit halogenfreien organischen Beschichtungen und Anhaftungen. Typische Anwendungen sind unter anderem Elektromotoren, Generatoren, Statoren und Rotoren sowie größere Werkstückträger und beschichtete Komponenten.

Verfahren an Bauteil und Rückstand anpassen

Nicht jede Beschichtung und nicht jedes Bauteil kann mit denselben Prozessparametern behandelt werden. Beschichtungsart und -zusammensetzung, Schichtdicke, Bauteilmasse, Werkstoff und gewünschtes Reinigungsergebnis werden deshalb vor der Auslegung bewertet. Bei unbekannten Beschichtungen ist insbesondere zu klären, ob halogenhaltige Bestandteile vorliegen.

Nicht sicher, welches Verfahren zu Ihrer Entlackungs- oder Reinigungsaufgabe passt?
Reinigungsaufgabe technisch prüfen lassen →

Bei der thermischen Entlackung und Entschichtung kommt es nicht allein darauf an, organische Beschichtungen und Rückstände zu zersetzen. Entscheidend ist ein kontrollierter Prozess, der auf Bauteil, Beladung und Rückstand abgestimmt ist.

Thermische Belastung kontrollieren

Temperatur und Prozessdauer müssen zur Art der Beschichtung und zur thermischen Belastbarkeit des Bauteils passen. Besonders bei Bauteilen, die anschließend wiederverwendet, instandgesetzt oder weiterbearbeitet werden, ist eine kontrollierte Prozessführung entscheidend.

Unterschiedliche Bauteile und Beladungen berücksichtigen

Größe, Masse und Geometrie der zu entschichtenden Teile beeinflussen den Reinigungsprozess. Reinigungskammer, Beladung und Temperaturführung werden deshalb auf die jeweilige Aufgabenstellung abgestimmt.

Zersetzungsprodukte sicher behandeln

Bei der thermischen Zersetzung von Lacken, Harzen und anderen organischen Rückständen entstehen gasförmige Reaktionsprodukte. Eine abgestimmte Prozessführung und thermische Abgasreinigung sind daher Bestandteil des Entlackungs- und Entschichtungsprozesses.

Nach der thermischen Behandlung richtet sich das weitere Vorgehen nach Bauteil und Verwendungszweck. Entscheidend ist, ob das Metallteil anschließend neu beschichtet, instandgesetzt, recycelt oder wieder im Produktionsprozess eingesetzt werden soll.

Oberflächen für die weitere Bearbeitung vorbereiten

Nach der thermischen Zersetzung können Asche oder andere nicht organische Reststoffe auf dem Bauteil verbleiben. Diese werden bei Bedarf mit einer geeigneten mechanischen Nachbehandlung entfernt, bevor das Bauteil weiterbearbeitet oder neu beschichtet wird.

Elektromotoren und Generatoren weiter aufarbeiten

Bei Statoren, Rotoren und anderen Komponenten werden Harze, Lacke und weitere organische Rückstände entfernt, sodass Wicklungen und metallische Bestandteile für Instandsetzung, Neuwicklung oder Recycling zugänglich werden.

Bauteile vor dem Wiedereinsatz prüfen

Vor einer erneuten Verwendung werden Oberflächen und funktionsrelevante Bereiche auf verbliebene Rückstände und den Zustand des Bauteils kontrolliert. Bei Komponenten aus der Lebensmittelproduktion können sich daran weitere betriebliche Reinigungs- und Hygieneschritte anschließen.

Elektromotor vor und nach der thermischen Reinigung (wiederaufbereitet)

Für die technische Bewertung sind vor allem Bauteil, Werkstoff, Beschichtung beziehungsweise Rückstand und das gewünschte Ergebnis relevant. Fotos oder Zeichnungen erleichtern die Einordnung.

Zum Bauteil:

  • Bauteiltyp und Anwendung
  • Werkstoff und ggf. vorhandene Beschichtungen
  • Abmessungen, Gewicht und Stückzahl
  • Aufbau und temperaturempfindliche Bestandteile
  • Fotos oder technische Zeichnungen
  • bisherige Reinigungs- oder Entschichtungsmethode

Zur Beschichtung bzw. zum Rückstand:

  • Art der Beschichtung oder organischen Anhaftung
  • bekannte Zusammensetzung
  • ungefähre Schichtdicke bzw. Rückstandsmenge
  • halogenhaltige Bestandteile, soweit bekannt
  • Reinigungsintervall
  • gewünschtes Ergebnis: Wiederverwendung, Neubeschichtung, Instandsetzung, Recycling oder erneuter Produktionseinsatz

Nicht jedes Unternehmen benötigt eine eigene thermische Reinigungsanlage. SCHWING übernimmt die thermische Entlackung und Entschichtung geeigneter Metallteile – von einzelnen Reinigungsaufträgen und Testreinigungen bis zur regelmäßigen Aufbereitung im laufenden Produktions- oder Instandhaltungsprozess.

Der Reinigungs-Service eignet sich insbesondere für:

  • Lackiergehänge, Haken, Gestelle und Werkstückträger
  • Komponenten von Elektromotoren und Generatoren
  • Metallteile mit Lack-, Harz- oder anderen organischen Beschichtungen
  • geeignete Bauteile mit eingebrannten organischen Produktionsrückständen
  • Testreinigungen zur technischen Bewertung neuer Anwendungen

Metallteile entlacken oder entschichten lassen

Unsicher, ob Reinigungsservice oder eine eigene Anlage sinnvoll ist?
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Je nach Bauteil und Reinigungsziel können erforderliche Nachbehandlungs- und Prüfschritte in den Reinigungsprozess integriert werden. Auf Wunsch lassen sich zudem regelmäßige Reinigungsintervalle sowie Abholung und Rücklieferung in ein planbares Servicekonzept einbinden.

Welche Metallteile können thermisch entlackt, entschichtet oder gereinigt werden?

Geeignet sind insbesondere ausreichend temperaturbeständige Metallteile wie Lackiergehänge, Haken, Gestelle, Werkstückträger sowie Komponenten von Elektromotoren und Generatoren. Auch geeignete Metallteile aus anderen Produktionsprozessen können thermisch gereinigt werden.

Welche Beschichtungen und Rückstände können thermisch entfernt werden?

Thermisch entfernt werden können insbesondere Lacke, Harze, organische Beschichtungen sowie eingebrannte oder verkrustete organische Produktionsrückstände. Die konkrete Eignung hängt von Zusammensetzung, Schichtdicke, Bauteil und Reinigungsziel ab.

Können Elektromotoren, Statoren und Rotoren thermisch entschichtet werden?

Ja. Bei geeigneten Komponenten können Harze, Lacke und organische Isolationsmaterialien thermisch entfernt werden. Dadurch werden die Bauteile beispielsweise für Instandsetzung, Neuwicklung, weitere Bearbeitung oder Recycling vorbereitet.

Eignet sich die thermische Reinigung auch für die Lebensmittelindustrie?

Geeignete temperaturbeständige Metallteile aus der Backwaren- und Süßwarenproduktion können von hartnäckigen, eingebrannten oder verkrusteten organischen Produktionsrückständen befreit werden. Erforderliche betriebliche Hygiene- und Freigabeschritte schließen sich bei Bedarf an.

Werden die Bauteile nach der thermischen Behandlung vollständig sauber?

Die thermische Behandlung entfernt die organischen Bestandteile der Beschichtung oder Anhaftung. Asche und andere anorganische Reststoffe können zurückbleiben und gegebenenfalls eine ergänzende Nachbehandlung erfordern.

Welches SCHWING-System kommt für Entlackung und Entschichtung infrage?

Das geeignete System hängt von Bauteilgröße, Werkstoff, Beschichtung, Rückstandsmenge und zulässiger thermischer Belastung ab. Für größere und robuste Bauteile sowie für die Aufbereitung von Elektromotoren, Generatoren, Statoren und Rotoren kommt insbesondere MAXICLEAN infrage.

Welche Informationen benötigt SCHWING für eine technische Bewertung?

Benötigt werden insbesondere Angaben zu Bauteil, Werkstoff, Abmessungen und Gewicht sowie zur Art und Menge der Beschichtung oder des Rückstands. Wichtig ist außerdem das gewünschte Ergebnis, beispielsweise Wiederverwendung, Neubeschichtung, Instandsetzung oder Recycling. Fotos und technische Zeichnungen erleichtern die Bewertung.

Ob Reinigungsservice, Versuchsreinigung oder eigene Anlage:
SCHWING unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten thermischen Reinigungsverfahrens für Ihre Bauteile, Beschichtungen beziehungsweise Rückstände und Produktionsanforderungen.